Veilchen Elixier – Traurigkeit – Schwermut

 In Gewürze

Nach Hildegard von Bingen soll der Veilchen Lautertrank bei Traurigkeit, Kummer, Sorgen und Lustlosigkeit, im Zusammenhang mit einem Lungenleiden gut sein.

„Wer durch Melancholie und Ärger (schwarze Galle mit Verdruss in seinem Sinn niedergedrückt ist) beschwert ist und so die Lunge schädigt, koche Veilchen in reinem Wein … trinke es, und so wird die Melancholie unterdrückt, und das Veilchenelixier wird ihn fröhlich machen und seine Lunge heilen.“

„Das Veilchen ist zwischen warm und kalt. Aber es ist doch mäßig kalt und wächst von der Süße und Reinheit der Luft, wenn sich die Luft nach dem Winter eben erst zu erwärmen beginnt.“

Dieser Veilchentrunk hilft darüber hinaus bei frühklimakterischen Depressionen sowie bei einfacher Schwermut und Unlustgefühl mit und ohne Lungenschädigung. Eine Kur sollte bis zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung wiederholt werden. (Dr. W. Strehlow)

Für den Veilchentrank wird das Wohlriechende Veilchen / Viola Odorata L. oder auch unter dem Namen Märzveilchen bekannt, verwendet. Die Blüten des Veilchens sind tiefviolett, seltener weiß oder rötlich gefärbt und duften angenehm. Die Blätter sind herzförmig und gestielt. Die Blütezeit ist von März bis in den Mai hinein.

Folgende Inhaltsstoffe hat das Veilchen: Saponine, Bioflavonoide, ätherische Öle, Bitterstoffe, ein Glykosid, Salizylsäuremethylester und Odoratin, das blutdrucksenkend wirken soll. Diese Inhaltsstoffe wirken blutreinigend, entzündungshemmend und krampflösend.

 

Literatur:

  • Physica, Prof. Ortrun Riha, Beuroner Kunstverlag, 2012
  • Die Heilkunde der Hildegard von Bingen, Dr. W. Strehlow, Lüchow Verlag, 2005
  • Das große Buch der Heilpflanzen, M. Pahlow, Nikol Verlag, 1979
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