Verstopfung und die Wegwarte nach Hildegard von Bingen

 In Gesundheitsprogramm, Gewürze

In der Physica schreibt Hildegard von Bingen über die Wegwarte, die auch hier als „Sonnenwirbel“ bezeichnet wird.

„Die Wegwarte ist warm und feucht, und zwar mehr feucht als warm, und sie strebt in ihrer Natur nach Ansehen und ist eitel.“

Hildegard empfiehlt bei Verstopfung: “ Und wer keine rechte Verdauung haben kann, soll Wegwarte und gleich viel Große Klette nehmen und an der Sonne oder auf einem feuerheißen Stein trocknen lassen und so zu Pulver machen. Diesem Pulver füge man ein Drittel von einer der beiden Zutaten an weißem oder getrocknetem Salz hinzu. Dann soll man mit Honig daraus eine Honigwürze machen und diese oft nach dem Essen und zur Nacht trinken, und der Betroffene wird seine Verdauung zur rechten Zeit haben, weil die Wärme dieses Krauts und die Wärme der Großen Klette zusammen mit den Kräften des Salzes und des zubereiteten Honigs jene Kälte, die dem Magen die Verstopfung bringt, abmildert und löst. Und auf diese Weise taugt das Kraut zu Arzneien, wenn Gott es nicht verbietet.“

Die Wegwarte (Cichorium Intybus L.) gehört zu den Korbblütengewächse (Compositae) und hat zungenförmige hellblaue Blüten. Die Große Klette (Arctium lappa L.) gehört auch zur Familie der Korbblütengewächse. Beide enthalten als Wirkstoffe Inulin und Bitterstoffe, so dass die Verdauung und der Stuhlgang gefördert werden.

Hildegard beschreibt so mit ein ganz neues Rezept für die Verdauung und gegen Verstopfung.

 

Quelle: Heilsame Schöpfung – Die natürliche Wirkkraft der Dinge – Physica, Hildegard von Bingen, Beuroner Kunstverlag

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