Grippe – Elixier / Pulver Vorbeugung Virus-Grippe / Erkältungen nach Hildegard von Bingen

 In Gesundheitsprogramm, Gewürze, Hildegard von Bingen

Schützen Sie sich vor Erkältungen und Grippe und ihren unangenehmen Folgen.  Um sich seine körpereigenen Abwehrkräfte  gegen Viren und Bakterien zu stärken, empfiehlt Hildegard von Bingen die Pelargonien Gewürzmischung bestehend aus Storchschnabel (Rubrechtskraut oder Reiherschnabel), Bertram und Muskatnuss.

Im Hagebutten-Elixier nach Hildegard von Bingen sind diese wunderbaren Gewürze zusammen mit der immunsteigernden Hagebutte (Heckenrosenfrüchte) und Rotwein vereint.  Das Hagebutten-Elixier mit Reiherschnabel/Bertam/Muskat und die Pelargonien Gewürzmischung (Rubrechtskraut) gibt es jetzt auch ganz neu im Hildegard Center zu bestellen.

Die Pelargonien Gewürzmischung ist das Original wie die Physica nach Hildegard von Bingen beschreibt.
Es ist ein wunderbares Universalgewürz für die Gesundheit, dass die Abwehrkraft stärkt. Dies sollte vor allem bei kühlen Wetter, bei Wetterwechsel oder zu Grippezeiten verwendet werden. So ist dieses Universalgewürz ähnlich dem Glühwein-Gewürz, und man fühlt sich, wenn es einem fröstelt sofort gestärkt. Das Gewürz besteht aus dem Rubrechtskraut, der Bertramwurzel und der Muskatnuss.

Anwendung der Pelargonien Gewürzmischung:

  • Zur Verbeugung von Schnupfen am Pulver riechen und eine Prise Pulver im Mund zergehen lassen. Dies mehrmals täglich.
  • Zur Grippevorbeugung 1- 3 Messerspitzen auf ein Stück Brot streuen oder im Mund zergehen lassen. Dies 1 bis 3 mal täglich.
  • Zur Vorbeugung Grippe/Kopfschmerzen 3 Messerspitzen mit eine Prise Salz auf ein kleines Stückbrot streuen. Dies 1 bis 3 mal täglich.
  • Glühwein-Grippewein, ein Likörglas Rotwein mit 3 Messerspitzen Pulver erwärmen.. Dies 1 bis 3 mal täglich.

Anwendung des Bertrampulvers während der Virusgrippe:

Etwas Bertrampulver 1 bis 3 mal täglich auf der Zunge zergehen lassen und einspeicheln.

Etwas zur Botanik
Der Schierlings-Reiherschnabel (Erodium cicutarium), häufig auch Gewöhnlicher Reiherschnabel genannt, gehört zur Gattung der Reiherschnäbel innerhalb der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Der Name Schierling bezieht sich nur auf die Form der Blätter.

So ist der Reiherschnabel in ganz Deutschland verbreitet und wurde auch auf dem Disibodenberg, dem Nahe-Glan-Eck und seiner Umgebung bei botanischen Exkursionen gefunden (De Cranchsnabel, Physica, Marie-Louise Portmann, 2009).

Sein Vorkommen ist an Wegen, im Brachland, in Weinbergen und sandigen Äckern. Er wächst auf sommerwarmen, mäßig trockenen bis trockenen, mäßig nährstoff- und basenreichen, oft kalkarmen, wenig humosen, lockeren Lehm-, Stein- und Sandböden.

Die gesamte Pflanze ist essbar mit einem starken Petersiliengeschmack, wenn sie jung gepflückt wird. Die einjährige Pflanze bildet anfangs eine flache Rosette und wird 15-50 cm hoch, die Blätter sind gefiedert und die rosa oder lila Blütenstände sind doldenartig. Die Blütezeit ist von April bis September. Die Blütenstiele biegen sich bei fortschreitender Reife zurück und erinnern an den Hals von Reihern. Die Teilfrüchte haben eine behaarte Granne, die sich bei der Reife spiralig aufrollt und die Teilfrüchte dadurch fortgeschleudert werden. Wechselnde Feuchtigkeit löst Bewegungen der Granne aus, wodurch sich die Frucht in den Boden einbohren kann.

Der Schierlings-Reiherschnabel ist einerseits eine Gewürzpflanze und auf der anderen Seite gehört er auch zu den Heilpflanzen. Die Wirkung ist aufgrund des Tannin adstringierend und diuretisch.

Statt des Reiherschnabels wird auch das Ruprechtskraut/Storchschnabel verwendet, welches auch in Deutschland  weit verbreitet ist wie auch auf dem Disibodenberg, dem Nahe-Glan-Eck.

Warum verwenden andere Hersteller nicht den Reiherschnabel/Storchschnabel/Rubrechtskraut sondern z.b. die Edelpelargonien?

Andere Hersteller verwenden für dieses Gewürz-Rezept von Hildegard von Bingen eine andere Pflanze, hier in Deutschland die Edelpelargonie.

Zu den Storchschnabelgewächsen (Geraniaceae) gehören auch die Pelargonien, die wohl bekanntesten Balkonblumen, die aus Südafrika stammen und fälschlicherweise als Geranien bezeichnet werden. Denn bis ins späte 18. Jahrhundert wurden, die als Beet- und Balkonpflanzen beliebten Pelargonien zur Gattung Geranium gezählt. Jedoch sind Geranien und Pelargonien innerhalb der Storchschnabelgewächse zwei verschiedene Gattungen, die aber eng verwandt sind. So gibt es wenige Geranienarten, die sich wie Pelargonien durch weiche, filzige Stängel und große Rundblätter auszeichnen und damit den Arten dieser Gattung sehr ähneln.

Die Edelpelargonien, und zwar die als Zimmerpflanzen kultivierten Edelpelaronien (Pelargonium anglicum), auch als Englische Geranien oder Regalpelaronien genannt, stammen vorwiegend von Pelargonium cucullatum und Pelaronium-grandiflorum-Hybriden ab. Von den in der Flora von Deutschland vertretenden Gattung der Storchschnabelgewächsen (Geranium) unterscheiden sich die Pelargonien unter anderen durch den Blütenaufbau.

Die Zimmerpflanzen Edelpelaronien sind also absolut kein Gewürz geschweige Heilpflanzen. Warum diese als das sog. „Edelpelargonien-/Pelargoniengewürz“ verwendet werden, ist nicht zu rechtfertigen. Wahrscheinlich sind diese in Massen preisgünstig zu züchten, was natürlich mit den Schierlings-Reiherschnabel und dem Rubrechtskraut nicht in diesem Umfang möglich wäre, welche nämlich aus Wildsammlungen stammen. Der Einsatz der Edelpelargonie hat so nach meiner Einschätzung nach nur einen Marketing-Nutzen, der Name hört sich gut an, sowie die preisgünstigen Herstellungskosten.

Reiherschnabel nach Hildegard von Bingen
In der Übersetzung der Physica (Marie-Louise Portmann) vom Reiherschnabel (De Cranchsnabel), Erodium cicutarium:

„Der Reiherschnabel ist sehr warm und hat etwas Feuchtigkeit und hat sogar die Kräfte von Gewürzen in sich. Nimm daher Reiherschnabel … Bertram … und Muskatnuss …“

Quellen
Hildegard von Bingen, Physica, Christiana-Verlag, 2009, Übersetzung von Marie-Louise Portmann

Pareys Blumenbuch, Wildblühende Pflanzen Deutschlands u. Nordwesteuropas, R. Fitter/A. Fitter/M. Blamey, Verlag Paul Parey, 1974

Das Fischer Lexikon der Pflanzen in Farbe, H. Jüngling/S. Seybold, Fischer Taschenbuch Verlag, 1977

http://de.wikipedia.org/wiki/Storchschnäbel

http://de.wikipedia.org/wiki/Pelargonien

http://catbull.com/alamut/Lexikon/Pflanzen

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